Die Zahl der Factoring-Unternehmen in Deutschland ist in den letzten Jahren merklich gestiegen. Mehr als 160 Factoring-Unternehmen sind zwischenzeitlich in Deutschland ansässig. Nicht immer ist es leicht dann den passenden Factoring-Anbieter zu finden. Hier haben Sie die Möglichkeit Factoring-Unternehmen direkt zu kontaktieren und professionelle Unterstützung im Hinblick auf Factoring zu bekommen.
Factoring ist laut Definition der immer wiederkehrende Kauf von Forderungen aus Warengeschäften oder Dienstleistungen gegen sofortige Bezahlung des Kaufpreises und der Übernahme des Ausfallrisikos.
Immer mehr kleine Unternehmen sowie Unternehmen aus dem Mittelstand entscheiden sich für den Einsatz von Factoring. Factoring wird umgangssprachlich auch als Forderungsverkauf beziehungsweise Forderungskauf bezeichnet. Diese Art der Umsatzfinanzierung dient in erster Linie zur sofortigen Liquiditätssteigerung. Als zweiter Punkt wird der Schutz vor Forderungsausfällen aufgeführt. Das bedeutet, dass der Factor das komplette Forderungsausfallrisiko für die angekauften Forderungen übernimmt.
Factoring können unterschiedliche Branchen nutzen. Zum Beispiel:
Die Funktionsweise:
Der Anschlusskunde (Factoringnehmer) verkauft seine Forderungen an den Factor. Meist wird dabei das klassische Full-Service-Factoring angewandt. Dieser vereint dabei die Finanzierung, die Versicherung der Forderungsausfälle und die Auslagerung des Debitorenmanagements in einem Produkt. Am Markt gibt es jedoch vom stillen bis hin zum unechten Factoring unterschiedlichste Modelle, so dass eine Factoringgesellschaft ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden agieren kann. Bei den meisten Mittelständlern steht die Finanzierung der Forderungen und damit die Sicherung der Liquidität im Vordergrund. Anschlußkunden sind somit liquider und können eventuelle Einkaufsvorteile wie Skonti nutzen. Jedoch auch das Outsourcing, in Form der Übergabe des Debitorenmanagements an den Factor, schätzen viele Unternehmer. Dazu gehört neben der Debitorenbuchhaltung auch das Mahnwesen. Ein weiterer Vorteil der Dienstleistung ist der Schutz vor Forderungsausfall. Das Ausfallrisiko sichern die Factoringanbieter durch den Abschluss einer WKV (Warenkreditversicherung) im Hinblick auf den jeweiligen Debitor ab. Sollte wirklich mal ein Debitor insolvent werden, dann muss der Anschlußkunde bereits bevorschusste Rechnungen nicht zurückzahlen. Man spricht hier auch von einem echten Forderungsverkauf. Die bereits bezahlte Summe verbleibt im Unternehmen. So kann das Risiko der eigenen Existenzgefährdung durch den Ausfall einer oder mehrerer Forderungen erheblich verringert werden.
Forderungsverkauf:
Der ganz große Unterschied besteht darin, dass Factoring der Kauf von noch nicht fällig gewordenen Forderungen ist.
Inkasso:
Ein Inkassodienstleister wird meist dann beauftragt, wenn Forderungen bereits überfällig sind. Dabei werden die Forderung auch nicht verkauft, sondern lediglich das Inkassobüro damit beauftragt die offenen, überfälligen Forderungen beizutreiben. Hier werden in den meisten Fällen Erfolgshonorare fällig, die sich nicht selten im 2-stelligen, prozentualen Bereich der beigetriebenen Summe belaufen.
Fazit:
Der Forderungsverkauf von noch nicht fällig gewordener Forderungen hat nicht gleichzeitig etwas mit Inkasso zu tun. Wobei, sollte ein Debitor einmal dennoch nicht bezahlen, so wird dann meist in Absprache mit dem Anschlußkunden, ein Mahnverfahren eingeleitet.